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Legacy:
Die „Lebenslinie“ setzt sich im „Lügenkabinett“ fort. Im Nachgang der Veröffentlichung ihres Drakkar-Einstands sind die Bayern u.a. mit den Apokalyptischen Reitern getourt und haben auch diese letzte Feuertaufe mit Bravur gemeistert. Dass sich die neu gewonnenen Eindrücke und der aus ihnen resultierende Ansporn im kreativen Bereich auswirken würden, war zu erwarten. Die elf Stücke des Zweitwerks belegen brachial wie eingängig, dass sich die Süddeutschen tatsächlich steigern konnten. Im fünften Jahr ihrer Bandkarriere (die Findungsphase als Inner Aggression mit eingerechnet) holen AKREA zum großen Schlag aus und veröffentlichen eine Platte, die Fans variabel und findungsreich vorgetragenen Death Metals in Verzückung versetzen dürfte. Mal dominiert auf „Lügenkabinett“ die melodische Orientierung, dann gehen die Oberpfälzer in den handwerklich anspruchsvollen Frontalangriff mit guten Leads, um daran anschließend dichte Atmosphären zu kreieren und diese mit feinen Details auszuschmücken. Die fünf Musiker präsentieren sich als versierte, auf Abwechslung bedachte Songwriter, die sich selbst beständig herausfordern, aber ebenso viel Spaß daran haben, melodisch eingängig in Erscheinung zu treten, ohne ihre brachiale Attitüde zu relativieren. Jenseits der deutschen Texte, die ohne Phrasen und peinliche Klischees auskommen, liegen AKREA auf Linie mit Großkalibern wie Arch Enemy, In Flames und Amon Amarth. Die elf Tracks von „Lügenkabinett“ zielen allesamt in Richtung satte Metal-Hymne und gehen aus diesem Grund bestens ins Ohr. Dank der gelungenen Kombination von handwerklichem Anspruch und lockerer Metal-Seligkeit nutzt sich das Material nicht zu schnell ab und setzt immer wieder auch wiedererkennbare Momente. Die limitierte Erstpressung des Zweitwerks kommt übrigens mit zwei weiteren Songs – einer Adaption von Apocalyptica‘s ,Distraction‘ und dem Inner Aggression-„Klassiker“ ‚Ahnenrausch’. (AK) 11 Punkte
The Whiplasher:
AKREA! Seit dem Konzert in Oberwart freu ich mich schon riesig auf die neue Scheibe, die es dann gestern schließlich in meinen Postkasten geschafft hat. An dieser Stelle ein großer Dank an Drakkar, dass ich so früh die Möglichkeit habe ein Review zu schreiben. Hierzulande ist Akrea aus dem Oberpfälzischen Erbendorf (Deutschland) noch recht unbekannt, daher ein kleiner geschichtlicher Exkurs: Die Band wurde 2005 als INNER AGRESSION gegründet. 2007 erschien noch unter dem alten Bandnamen das Debut „Beginning Of An Inner War“ welches damals schon mit seiner Qualität überzeugte. 2008 ging es dann Schlag auf Schlag: Namenswechsel von Inner Agression auf Akrea, ein Plattenvertrag bei DRAKKAR und das zweite Album „Lebenslinie“. Melodic Death Metal vom Feinsten, unbedingt reinhören! Aber wir haben weder 2007, noch 2008, noch 2009, sondern 2010. Diesen Herbst, genauergesagt am 22.Oktober erscheint das dritte Album der Kapelle welches auf den klingenden Namen „Lügenkabinett“ hört und sogleich mit stampfenden Schritten angelaufen kommt.Das Album brettert gnadenlos und ohne Intro in die Gehörgänge, startet mit „Vier Sonnen“. Ein melodiöser Titel, ein grandioses Lied. Der Refrain animiert die Nackenmuskulatur des geneigten Hörers und ein Solo sorgt für ein kleinwenig Abwechslung. Weiter geht’s mit „Meteor“ das einen ein wenig langsameren Einstieg bietet, bevor Sebi lautstark den Titel verrät und das Spektakel beginnt. Deftige Kost, spätestens jetzt sollte wirklich jeder, der mit dem Genre einigermaßen etwas anfangen kann, Lust auf das Album haben, tolle Riffs und ein treibendes Schlagzeug bilden eine gute Basis. „Auf los geht’s los!“ Ein Kampfschrei, eine Aufforderung, eine Tatsache. Titel Nummer 3 kommt knallend angerattert und bietet die schon von vorhin gewohnt gute Kost. #4 lässt einem zu Beginn mal kurz Zeit über das bisher Gehörte nachzudenken. langsame Gitarren und das sanfte Schlagzeug unterstützen das. An dieser Stelle möchte ich auch die wirklich gute Umsetzung der Deutschen Sprache anmerken, denn gerade der Songtitel „Versprochen ist versprochen“ macht sich richtig gut. Da auf „Lügenkabinett“ ausnahmslos jedes Lied ein Highlight für sich ist, komme ich direkt zu Titel 7 und dem Übergang zu Titel 8. Sänger Sebastian Panzer läuft hier meiner Meinung nach zur Höchstform auf und brüllt sich die Seele aus dem Leib. Damit der Spaß hier nicht zu lang wird und übersichtlich bleibt, lass ich jetzt auch schon „Wilde Flut“, den letzten Titel des Albums durchlaufen. Aggressiv, laut, schnell. So gibt sich das letzte Stück auf „Lügenkabinett“ und bildet einen würdigen Abschluss.
Fazit:
Es war wirklich ein Vergnügen, dieses Album zu hören und einen Text darüber zu schreiben. Akrea bieten mir das, was ich haben wollte und setzen auf den Vorgänger „Lebenslinie“ noch eins drauf. Schon vorher stand die Band auf meiner Favoritenliste, „Lügenkabinett“ hat sie noch weiter nach oben rücken lassen.
Großes Kino, 10/10 Punkten gibt’s dafür!
Zillo:
Kaum ein Jahr nach "Lebenslinie" öffnen die bayrischen Schwermetaller Akrea das "Lügenkabinett" und locken den Hörer mit großen Gesten in ihre Welt – zumindest optisch, denn auf dem sehenswerten Cover winkt uns ein mysteriöser Pförtner herein. Was wir dort hören, ist jedoch altbewährte Kost, denn die fünf Musiker haben die Marschroute des Vorgängers allenfalls marginal geändert und präsentieren nach wie vor melodischen Death Metal, der von interessanten Riffs und Lead Gitarren sowie treibenden Drums lebt. Musikalisch angelehnt an das schwedische Todesblei von Bands wie In Flames oder Amon Amarth, sind es auch dieser Tage vor allem die deutschen Texte und der markante Aggro-Gesang von Frontmann Sebi, welche die Band von der Masse abheben. Arbeiten könnte Sebi allerdings noch an der Textverständlichkeit und der Eingängigkeit seiner Vokallinien. "Lügenkabinett" ist musikalisch und soundtechnisch ein rundum gelungenes Album, dem es aber leider noch an Hitpotential mangelt. Auf dem richtigen Weg sind die Jungspunde aber auf jeden Fall! Blach
Big Five:
Die oberpfälzische Combo mit dem seltsamen Namen AKREA beglückt uns nur einen Jahr nach ihrem Debut „Lebenslinie“ mit ihrer zweiten Veröffentlichung „Lügenkabinett“. Bereits beim ersten Song „Vier Sonnen“ wird klar, dass dieses Album erstens nicht als Gutenachtmusik taugt und zweitens hier keine Anfänger am Werk sind. Das Quintett bewegt sich groß im Fahrwasser von Genregrößen wie Dark Tranquillity, alte In Flames und Amon Amarth. Dem entsprechend bekommt man Melodic Death Metal serviert, gepaart mit Elementen des Black-, Pagan und Viking Metal. Die erstklassige und wunderbare Gitarrenriffs, die sich von virtuos und melodisch bis hin zu hyperschnell rau thrashig bewegen, werden von gelegentlichen Blastbeats und von den markigen Shouts und Grunts der Frontsau Sebi begleitet. Übrigens, die Texte sind ausschließlich auf Deutsch gehalten, was die Musik noch interessanter macht. Lügenkabinett“ ist ein erstklassiger und durchdringender Melodic Death Metal, der durch hohe Abwechslung glänzt und keinen Genre-Fans enttäuschen wird.
MightyB
Medazzarock:
AKREA aus der bayerischen Oberpfalz veröffentlichten unter dem Bandnamen Inner Aggression mit „Inner Aggression“ (2005) und „Nächtliches Blut“ (2006) bereits zwei Demos. 2007 erschien ihr in Eigenregie produziertes Album „Beginning Of An Inner War“. Nachdem sie 2008 bei DRAKKAR RECORDS unterschrieben folgte die Umbenennung in AKREA und 2009 der Full-length „Lebenslinie“. AKREA bleiben nach ihrem fünfjährigen Bandbestehen fleissig und schießen mit dem mir hier vorliegenden Werk „Lügenkabinett“ ein weiteres Geschoss nach. Die fünf Jungs bewegen sich stilistisch inmitten melodischem Death-Metal mit knüppelharten Passagen und thrashigen Riffs. Im Vordergrund stehen dabei die Melodiebögen der Gitarristen die sich zahlreich durch jeden Song ziehen. Sebastian Panzer’s Bedeutungsschwangeren Texte sind ausschließlich in Deutsch gehalten. Mit beißender Ironie sind seine Lyrics ein Fingerzeig auf die Spass und Konsumgesellschaft unser heutigen Zeit und decken die Lügenmärchen der Mächtigen dieser Welt auf. Stimmlich variiert Panzer zwischen typischen Death-Growls und blackmetallisch angehauchten Screams. Mit „Lügenkabinett ist AKREA ein abwechslungsreiches, kurzweiliges und zum Nachdenken anregendes Stück Musik der härteren Gangart gelungen. 7,5 Punkte (Pink)
Bonemetal:
Ganz aus dem Süden Deutschlands kommen sie her. Ihr Metal orientiert sich ganz schwer in Richtung Norden. Das war bei so vielen Bands schon seit langem vermisst wird, bekommt man bei AKREA mit ihrem neuen Album LÜGENKABINETT in einem perfekten Gesamtpaket. Vier Sonnen eröffnet das LÜGENKABINETT und das melodiöse Gitarrenspiel der Gitarristen fängt sofort an, es hört nicht auf und was ganz wichtig ist, es wird nicht langweilig. Man will mehr. AKREA holen wirklich alles raus, was man für den melodischen Death Metal benötigt. Aus das Gaspedal wird bei Auf Los Geht´s Los getreten. Bühne Frei ist ein Black Metal Song wie er im Buche steht. Aufgenommen wurde LÜGENKABINETT in Woodshed Studios, von Victor Bullock (alias V. Santura von Dark Fortress), der das gute Stück produziert, gemischt und gemastert hat.
AKREA sind 100%ig hörenswert und für jeden Dark Tranquillity- und (frühere) In Flames-Fans ein absolutes Muss!!!
6 von 7 Schädel
Eggy
Blast!:
Die deutsche Metal-Szene ist lebendiger und präsenter als je zuvor – vor allem im Black-Metal-Sektor mit z.B. ENDSTILLE, DARK FORTRESS oder aber auch in der immer größer werdenden Pagan-Szene. Da haben sich im Windschatten von solch namhaften Bands wie ELUVEITIE, FINNTROLL oder TURISAS auch deutsche Bands an die Spitze rangeschlichen. AKREA sind eine davon. Die Süddeutschen veröffentlichten 2008 ihr Debüt bei Drakkar und waren u.a. mit den APOKALYPTISCHEN REITERN auf Tour. Auf ihrem zweiten Album, welches vom TRYPTIKON/DARK FORTRESS-Gitarristen produziert wurde, servieren AKREA musikalisch ein Gebräu aus Black/Death und Pagan, garniert mit (guten) deutschen Texten. Besonders aber blitzt der traditionelle Schwedische Death Metal immer wieder hervor; Tracks wie ’Vier Sonnen’ oder ’Versprochen ist versprochen’ sind extrem stark und handwerklich 1A eingespielt, und AKREA verstehen es, mit diesen Stilrichtungen ihr eigenes Süppchen zu kochen.
Maria Baizley
Heavy:
Einst unter dem Namen INNER AGGRESSION gestartet, lädt uns die bayerische Combo auf ihrer mittlerweile dritten Platte zu einem Besuch ins "Lügenkabinett" ein. Doch geflunkert wird hier nicht, sondern AKREA haben den Black Metal-Faktor aus frühen Tagen zugunsten von melodischem Death Metal nach unten geschraubt. Den Bayern ist zweifelsohne eine gute Platte gelungen, der aber die wirklich großen Songs fehlen, so daß AKREA spätestens beim nächsten Mal der große Wurf gelingen muß, weil sie ansonsten auf ewig in der großen Masse steckenbleiben werden - in der sich mittlerweile auch etliche verdammt gute Bands und nicht nur Durchschnittsware befinden; die Ansprüche sind angesichts der großen Konkurrenz einfach gewachsen. Immerhin: Der deutsche Gesangs verhilft AKREA zu eigenem Profil - auch wenn ein zur Songeröffnung rausgeschmettertes "Let's Go" einfach lässiger als "Auf Los geht's los" klingt... 8/12 Punkte Stefan Glas
Sonic Seducer:
Hallo Deutschland! Akrea zeigen beeindruckend, wo der heimische Death Metal-Frosch die Locken hat. Besonders dieser melodische Sound, den sie mit deutschen Texten füllen, holt definitiv ein Heer an Fans aus ihren dunklen Kellergewölben hervor. Ihr drittes Album „Lügenkabinett“ ist hörbar prägnanter geworden, zielstrebiger und vor allem wesentlich kraftvoller, was das Riffing betrifft. Auch die Drumparts sind wunderbar treibend. Ebenso wichtig wie die Instrumentalisierung ist der Gesang. Auch dieser kann mit harten Growls begeistern und ist zudem noch verständlich geblieben im Gegensatz zu einigen Genrekollegen. Dies ist auch sehr bezeichnend für das elf Songs umfassende Werk der Bayern. Denn trotz der recht üblen Prügelparts bleibt das Ganze harmonisch melodisch mit einigen guten Tempowechseln. Sehr gut produziert stechen besonders Tracks wie „Meteor“, „Bühne frei“, „Wilde Flut“ und „Auf leisen Sohlen“ hervor. Und leise ist die Truppe mit Sicherheit nicht, sondern erfrischend laut. Die limitierte Fassung beinhaltet zwei Bonussongs, unter ihnen die musikalische Interpretation von Apocalypticas „Distraction“. Erik Rössler
Metal.de:
Vom Cover ihres neuen Albums lächelt ein komischer Kautz mit bescheuertem Blick in alten Gewändern und einem echten Zahnproblem den Begutachter an und andererseits auch wieder nicht. Lug und Trug und Heiterkeit, wobei es beim Death-Metal doch an sich garnicht heiter zugehen soll, oder nicht? Oder doch? AKREA bitten jedenfalls ins "Lügenkabinett", ihr aktueller Beitrag zum Thema deutschsprachige Sach- und Krachgeschichten. Die AKREAner sind vom Stern der Oberpfalz. Also sind sie richtige Bayern! Und ich meine mich zu erinnern, sie dieses Jahr auf einem kleinen, aber feinen Unterholzfestival irgendwo in Sachsen gesehen zu haben. Sei's drum, die Tour durch das "Lügenkabinett" dauert eine gute dreiviertel Stunde, elf Songs melodischer Death im Midtempo-Bereich. Mitwipptauglich allemal, instrumental einwandfrei, vom gemeinen Vier-Viertel-Takt bis hin zum Walzer ist alles vertreten. Soviel zur sachlichen Ebene. Emotional gesehen finde ich AKREA nicht uneingeschränkt mitreißend, aber schwerstens mitziehend, um es so auszudrücken. Das Album langweilt nie und insbesondere die variablen Vocals von Sänger Sebastian Panzer (heißt der echt so? Gitarrist Fabian heißt auch Panzer, ich tippe auch echte Namen) laufen prima rein. Ebenso die Gitarrenläufe und -variationen. Dass der Gesang nicht alles ist hört man beim instrumentalen Track "Zwischen den Welten", wobei sie mir auf Dauer mit Geschrei besser gefallen. Den absolut hammergeilen Ober-Über-Song gibt es nicht, dafür aber eine nicht unerhebliche Reihe von Soundmischungen, die positiv überraschen. Beginnt mit dem Opener "Vier Sonnen" (multiples bayrisches Sternensystem?), weiterfliegend mit dem "Meteor", denn der ist "…So Schön", bis die "Wilde Flut" den Hörer wieder aus dem "Lügenkabinett" hinausspült. AKREA haben mit ihrem Zweitling eine saubere Sache hingelegt, die meines Erachtens die acht Punkte verdient hat. Denn es gibt auch wesentlich Schlimmeres. Gibt es eigentlich Death-Metal mit bayrischen Vocals? Ich hoffe nicht. In diesem Sinne, Proscht. Punkte: 8/10 (Christian_K / 11.10.2010)
Biotechpunk: pure-metal:
Im Jahre 2004 wurde Akrea gegründet, damals noch unter den Namen Inner Aggression und nun kommen sie mit dem dritten Album daher, dem zweiten auf einer Plattenfirma. Ferner haben sie zwei Demos und ein Album in Eigenregie rausgebracht. Ziemlich fleissig also, die Band die am 22.10.2010 ihr neustes Werk mit dem Titel “Lügenkabinett” auf Drakkar Records rausbringen wird. Im Jahre 2009 veröffentlichten sie ihr Arkea-Debüt mit dem Titel Lebenslinie und nun steht das nächste Album vor der Tür und wartet mit durchdachten deutschsprachigen Melodic Death Metal auf. Das Album ist klasse produziert und recht schön aufgemacht in der Covergestaltung. Vor allem ist die Covergestaltung hier hervorzuheben, ohne das Gesamtwerk dadurch zu schmälern, doch will ich es einfach mal erwähnen. Das Artwork ist durchgehend in einem Stil gestaltet worden was ich einfach von der Motivwahl her sehr ansprechend finde. Die Gestaltung ist durchgehend einem Konzept folgend aber mit annährend zu den Songs passenden Motiven. Mir gefällt es und man kann sich ein wenig in den Details der Motive verlieren und sich auch von den Bildern unterhalten lassen. Doch wieder zurück zur Musik, die hier geboten wird. Es sind elf Songs auf dem Album, auf der Limitierten Version, die mir aber nicht vorliegt sind es sogar zwei Songs mehr. Die Songs des durchgehend auf deutsch vorgetragenen Stücke liest sich wie folgendermaßen : 1. Vier Sonnen 2. Meteor 3. Auf los geht’s los! 4. Versprochen ist versprochen 5. Bühne frei 6. Guten Tag 7. Ach was bist Du schön… 8. …so schön 9. Auf leisen Sohlen 10. Zwischen den Welten 11. Wilde Flut Akrea spielen Melodic Death Metal, wie es heisst, wobei ich den Schwerpunkt hier eindeutig auf Melodic sehe, denn die Melodien bekommen in den Songs reichlich Raum, was der Musik und den Songs zugute kommt. Ob das dargebotene aber noch als Death Metal durchgeht weiß ich nicht, der Begriff ist einfach zu weitläufig als das ich da alles drunterpacken würde. Der Gesangsstil ist schon in die Richtung des Death Metal gehend, doch ist es kein reines gegrunze was hier geboten wird. Der Gesang ist zwar hart und tief, doch finde ich das der Sänger noch gut zu verstehen ist. Da gibt es schlimmere Gesangsstile im Death Metal, welche nicht mehr nachvollziehbar sind ohne Textblatt. Aber wer den Gesang nicht versteht, oder sich näher mit den Texten beschäftigen möchte, welche interessant sind, für dem sind alle Texte im Booklet mit abgedruckt, mit thematisch passender Bebilderung wie ich schon erwähnte. Mein Fazit: Akrea haben hier ein rundes Album abgeliefert das von vorne bis hinten durchgehend ein Konzept folgt, ohne ein Konzeptalbum zu sein. Aber es wurde viel Liebe in die Songs, die Texte und das Artwork gesteckt und mit einer tollen Produktion dargeboten. Anspieltipps gibt es viele, eigentlich alle Songs auf der Platte, ohne Ausnahme. Es werden tolle Melodien in einem harten Metalgewand geboten und die Musik passt zum Coverartwork, die dargebotene Stimmung des Artworks ist ebenso in den Liedern vorzufinden. Ein tolles Album und ich glaube von Akrea werden wir in Zukunft noch so einiges hören.
Das "Lügenkabinett" der bayrischen Melodic Death Metal Band Akrea zeigt einen alten Herren des 18 Jahrhunderts, das im ersten Augenblick auf Mittelalter Metal hindeutet. So soll es aber nicht sein, Akrea verkörpern modernen, deutschsprachigen Death Metal, der mittlerweile bis über die Landesgrenzen Bayerns bekannt ist. Bei Ihrem dritten Silberling werden die Zuhörer eine gute dreiviertel Stunde durchs "Lügenkabinett" geführt, das mit Vier Sonnen begonnen wird. Mit einer dichten Melodienwalze gestartet, entpuppt sich "Lügenkabinett" als sehr dynamisch und variantenreiche Melodic Death Metal Scheibe. Sänger "Sebastian Panzer" hat zwar keinen Gesang der den höchsten Wiedererkennungswert hat, macht aber einen hervorragenden Job und kann seine Gesangslage den entsprechenden Melodien gekonnt anpassen. Auf los geht’s los das lassen sich die jungen Death Metaler nicht zweimal sagen. Die beiden Gitarristen "Fabian Panzer" und "Stephan Schafferhans" können durch geschickte Gittarenläufe dengewünschten Schwung in die Bude bringen. Etwas ungewohnt sind die deutschen Texte bei dieser Death Metal Power die meistens in Englisch wiedergegeben werden. Dennoch harmoniert das Zusammenspiel sehr gut und bei Bühne frei wird regelrecht ins Gaspedal getreten. Zwischen Midtempo-Passagen, gemeinen Vier-Viertel-Takt, bis hin zum entspannten Walzer ist auf diesem Album alles vertreten. Ach was bist Du schön... das Intro für ...so schön gefällt mir sehr gut. Die jungs von Akrea zeigen was sie an Instrumenten drauf haben und das ist eine ganze Menge, dass kann ich Euch versprechen. ...so schön bekommt gar eine progressive Note eingehaucht, diese meistern sie ebenfall gekonnt und hinterlassen einen klasse Song. Zwischen den Welten ein Instrumental als vorletztes Stück ist etwas eigenwillig, macht aber die gute Qualität wieder wet. Die Käufer der Limited Edition kommen noch auf den Genuss zweier Bounustracks, die das "Lügenkabinett" nochmal gekonnt abrunden. Fazit:Deutschland hat einen neuen Hoffnungsträger im Bereich Melodic Death Metal. Akrea die mit sehr schwedischem Sound zu Werke gehen, haben auch auf ihrem dritten Album "Lügenkabinett" wieder voll zugeschlagen und satt gepunktet. Negative Ausrutscher sind nicht zu finden, dafür aber Highlights wie das Instrumental Zwischen den Welten. Ein Muss für Euer CD-Regal und defintiv keine Fehlinvestition. Anspieltipps:Bühne frei und Zwischen den Welten Bewertung: 6 von 6 Punkten.
Sleepless Zine:
Es wäre illusorisch zu glauben, dass Akrea mit ihrer neuen CD „Lügenkabinett“ einen ähnlichen qualitativen Weitsprung hinlegen würden, wie damals als sie nach „Beginning of an Inner War“ (damals noch als Inner Aggression) und Namensänderung „Lebenslinie“ veröffentlichten. Dennoch hat sich die Band nach letztgenannter Veröffentlichung sehr schön weiter entwickelt. Stilistisch sind Akrea ihrem Stil treu geblieben. Melodischer Todesblei der sich meiner subjektiven Auffassung nach teilweise an Amon Amarth und Omnium Gatherum anlehnt. Die Texte sind ausschließlich in deutscher Sprache gehalten was ausgesprochen tadellos funktioniert. Sie triefen nicht vor Pathos, sondern vermitteln persönliche Ansichten und Geschichten, die zumindest mir als Denkanstoß dienen. Akrea gestaltete ihre Lügenkabinett einen Tick abwechslungsreicher als Lebenslinie. Nicht nur instrumentell wird oft variiert, sondern auch auf der gesanglichen Ebene mehr gewagt. Sehr stimmig finde ich hierbei den Clean-Gesang bei „Auf los, geht’s los“ . Auch die Gitarre wird offensiver als zuvor eingesetzt. Das mag beim ersten Hören möglicherweise etwas sperrig und unnötig (sozusagen des Solo-Willens) erscheinen, spätestens beim zweiten Mal wird aber die Luftgitarre gezückt und eifrig die Melodie nach gepfiffen. Wertung: 9 von 10 Punkte
Hard Times:
Ein beeindruckendes Tempo legen die fünf Jungs aus der Oberpfalz vor: Gegründet 2004 unter dem Namen „Inner Aggression“, dann später die Umbenennung in Akrea, 2008 folgte der Plattenvertrag, und nun 2010 schon das zweite Album unter dem Label von Drakkar – für einen solchen Werdegang würden andere Musiker morden (mich eingeschlossen). Man darf also davon ausgehen, daß die Jungs etwas Besonderes sind – und das sind sie in der Tat: Melodic Death Metal mit deutschen, regelrecht lyrischen Texten ohne den üblichen Hang zu Gemetzel oder Krieg – und all das mit einem ordentlich fetten Sound, der sich hinter den Szene-Größen kein bißchen verstecken muß. Die ultimativen Ohrwürmer fehlen leider, ansonsten aber ist die Scheibe ein ganz heißer Tip für Fans der derberen musikalischen Gangart, die nicht nur auf platte, plakative Blutspritz-Texte stehen. Und da ich mich nicht in ein Lügenkabinett aus falschen Bewertungen begeben möchte, lasse ich hier mal eine dicke 9 stehen.
N-Metal:
Das Warten hat ein Ende. Am 22.10.10 bringen die oberpfälzischen Melodic-Deather Akrea ihr neues Album „Lügenkabinett“ heraus. Was Euch auf der neuen Scheibe erwartet ist eine wahre Achterbahnfahrt für Euer Gehör. In Versprochen ist versprochen oder Ach was bist du schön.../…so schön werdet ihr erst mit ruhigen Gitarren- und Basssolis angelockt, doch dann bricht ein wahrer Sturm los, der Euch vom Sitz hauen wird. Geschwindigkeit, Melodien und Spaß das ist Akrea. Das machen sie mit Songs wie Auf los geht’s los!, Vier Sonnen, Meteor und Auf leisen Sohlen einem klar. Die große Veränderung zum „Lebenslinien“ dem Vorgängeralbum ist der gesellschaftskritische Ansatz der in einigen Liedtexten wie Guten Tag und Bühne frei vorkommt. Doch dies tut dem Funfaktor keinen Abbruch. Eine kurze Ruhepause gibt es bei Zwischen den Welten, bevor es mit Wilde Flut einen mehr als würdigen Ausklang gibt. Wer auf schnelle Beats und einen klaren melodischen Sound mit deutschen Texten steht, wird hier voll bedient. Akrea beweisen auch wieder mit diesem Album das der deutsche Melodic-Death Metal noch lange nicht Tod ist, sondern gerade von dieser genialen Band in das neue Jahrzehnt geführt wird. Das neue Album erscheint auch in einer Limited Edition mit zwei zusätzlichen Bonustracks (Ahnenrausch, Distraktion). 10 von 10 Punkten.
Heavy Hardes:
Seit ihrem 2007er Debütalbum Beginning Of An Inner War unter dem Banner Inner Aggression sind die fünf Burschen aus der Oberpfalz musikalisch ihrer Linie stets treu geblieben und liefern in diesem Jahr als Akrea zum zweiten Mal exquisite Arbeit auf dem Feld des Death Metal mit deutschen Texten ab. Dabei hat man den Melodieanteil der Gitarren weiter ausgebaut, was bei aller Brachialität dem Fluss der Scheibe mehr als zuträglich ist. Lügenkabinett wurde erneut gemeinsam mit Victor Bullock in seinem Woodshed-Studio in Landshut eingetütet. Der Triptykon- und Dark Fortress-Gitarrist (dort als V. Santura bekannt) hat der Band einen transparenten glasklaren wie erdigen Sound gezimmert. Alle Instrumente stehen im ausgewogenen Verhältnis zueinander, markantes Augenmerk liegt auf den Riffs und Melodien der Gitarren. Fabian Panzer und Stephan Schafferhans spielen sich sprichwörtlich den Allerwertesten ab, treffen aber auch mit ruhigem Zupfen und beim technisch perfekten Solieren in die schwarze Seele. Hört einfach mal in "Versprochen Ist Versprochen" oder "Ach Was Bist Du Schön..." mit seinem nachgelagerten "...So Schön" rein. Beste Metalunterhaltung auf absolut internationalem Niveau. Brüllwürfel Sebastian Panzer gibt den wüsten Keifkreischer, growlt sich souverän durch das Repertoire und nimmt sich - wem auch immer sei Dank - nie des klaren Gesangs an. Danke dafür, denn das macht mittlerweile jede x-beliebige Krachcombo im Zuge ihrer unsäglichen Weiterentwicklung. Braucht kein Deather, überlässt man den Emos. Die Texte sind zudem meist direkt verständlich und wissen zu überzeugen. Panzer greift aktuelle Themen auf. Die Menschheit, vor allem in unseren Breitengraden, gefangen in ihrer Lethargie des Konsums und maroden Arbeitskreislaufs. "Bühne Frei" zeugt davon und glänzt damit nicht nur auf musikalischer Linie. Apropos Linie. Was mit dem Akrea-Debüt Lebenslinie vor einem guten Jahr im April begann, setzt sich mit Lügenkabinett stilsicher fort. Vor allem die Gitarren und das Songwriting haben an Glanz und Dynamik gewonnen. Fans der Oberpfälzer müssen das Teil, das auch in limitierter Version mit einigem Bonuskram erscheint, verhaften. Interessierte Death Metaller, die sich Waage haltenden Melodien und Brutalität nicht abgeneigt sind, müssen die Ohren spitzen.
Igelmetal:
Die junge bayerische Band Akrea legt mit „Lügenkabinett“ ihr zweites Album in der noch recht kurzen zweijährigen Bandgeschichte vor. Mit Drakkar als starkes Label im Rücken zelebrieren die Jungs ihre Interpretation melodischen Death Metals mit deutschen Texten. Manch einer mag sich fragen, ob diese Kombination funktionieren kann, bei Akrea merkt man schnell, dass beides zusammenpasst, auch wenn gerne nicht zuletzt aufgrund des ähnlichen Genres leichte Erinnerungen an Die Apokalyptischen Reiter aufkommen. Die deutschen Texte fallen nicht störend auf, passagenweise sind sie derart deutlich zu verstehen, dass man nicht mal genauer hinhören muss, sondern sie auch so mitbekommt. An der Produktion ist bei „Lügenkabinett“ kaum was auszusetzen, lediglich das Schlagzeug klingt ab und an etwas dumpf und könnte etwas mehr Feuer vertragen. Das restliche Instrumentarium ist beinahe glasklar zu vernehmen, was den schönen Riffs zu Gute kommt. Das Problem der Scheibe ist jedoch die mangelnde Abwechslung, nur sehr wenige Songs schaffen es auf diesem Album hervorzustechen, die meisten versinken im Einheitsbrei sich wiederholender Riffs und Breaks. Songwriting heißt in diesem Fall das Zauberwort, das bei den Bajuwaren noch längst nicht perfektioniert ist. Da hilft auch das eingesetzte Klavier als Outro von Zwischen den Welten oder als Intro von Ach was bist du schön nicht, das Ganze wirkt noch nicht flüssig und ausgereift. Mehr Abwechslung bietet hingegen der Gesang von Frontmann Sebastian Panzer, dessen Growls und Screams gut ins Ohr gehen und gerade bei den markantesten Tracks Auf los, geht’s los oder …so schön aufmerken lassen. Das alleine reicht jedoch nicht aus; ein gutes Melo-Death-Werk legen Akrea in jedem Fall vor, allerdings ist noch viel Luft noch oben offen. Tracklist 1. Vier Sonnen 2. Meteor 3. Auf los gehts los! 4. Versprochen ist versprochen 5. Bühne frei 6. Guten tag 7. Ach was bist du schön... 8. ...so schön 9. Auf leisen Sohlen 10. Zwischen den Welten 11. Wilde Flut Gesamtspielzeit: 46:33 Minuten
Fazit: Akrea legen mit "Lügenkabinett" ein Melo-Death-Album vor, bei dem jedoch noch deutlich Luft nach oben offen ist. Fans melodischen Todesbleis dürften dennoch Gefallen an diesem Werk finden, auch wenn diese junge Band noch lange nicht am Höhepunkt ihrer Karriere angekommen ist. Für „Lügenkabinett“ gibt es von mir zwar leicht schwache, aber dennoch stolze 3 von 5 Igel.
Partyausfall:
Betrachtet man den Bandnamen bzw. das zugehörige Bandlogo der Oberpfälzer um Akrea, so mag man direkt in Versuchung kommen, die dahinter stehende Musik stilsicher in die Black-Metal-Schublade zu stecken. Diese Vermutung wurde zumindest meinerseits noch dadurch genährt, dass zwei der fünf Bandmitglieder mit Familiennamen Panzer heißen... aber vermuten kann man bekanntlich viel, was am Ende bei rauskommt ist eine ganz andere Sache. Namen sind in diesem Fall Schall und Rauch und was zählt "is auf'm Platz". Und dieser ist bei Akrea der melodische Death-Metal, den die Süddeutschen auf ihrer zweiten Veröffentlichung "Lügenkabinett" ordentlich zu bespielen wissen. Denn was den geneigten, vornehmlich langhaarigen Hörer erwartet, ist wahrhaft ganz großes Kino und vergönnt selbigem tiefe Atemzüge feinster Göteborg'scher Luft im Stile von At The Gates oder Unanimated, gepaart mit durchaus moderneren, stellenweise moshigen Spielarten des Metal - auch technische Spielereien seitens der Gitarrenfraktion werden gerne gesehen und bilden ein solides und abwechslungsreiches Fundament für "Lügenkabinett". Gleichsam ist das Album eine logische Fortführung des Vorgängers "Lebenslinie". Gleich im Opener "Vier Sonnen" zeigen Akrea, was ihre Musik ausmacht - die melodischen Gitarren münden ohne Atempause in ein ordentliches Death-Riff, die Growls kommen brachial rüber, schöne Leads tun ihr übriges und somit heizt der Song nur so die vier Minuten Spielzeit entlang und führt direkt in den (bereits vorab auf Myspace zu begutachtenden) Track "Meteor", welcher insgesamt recht modern ausgefallen ist und - gerade was die einleitenden Melodien sowie Bridges angeht - ziemlich an Callejon erinnert. Eine kurze Analyse der Lyrics bestätigt, dass auch hier Akrea ihrem Stil treu sind: vornehmlich recht lyrisch gehalten, mal euphorisch, mal resignierend und trotzdem mit angenehm wenig Pathos. Gesangstechnisch gibt es auch nichts zu meckern, denn dieser wird von Fronter Sebastian schön variabel eingesetzt, Growls und Screams wechseln sich genretypisch ab, dazu ab und an Crewshouts und gaaaanz wenig cleane Vocals. Hoch anrechnen kann Akrea hierbei, dass der Gesang stets äußerst songdienlich eingesetzt wird und die Herren es somit schaffen, eine große Portion Stimmung und Emotion zu erzeugen. Mit "Ach was bist du schön…" ist auch ein Instrumental enthalten, welches nach gut eineinhalb Minuten fließend in das thrashige "…so schön" übergeht und eindeutig aufzeigt, welche Fortschritte in Sachen Songwriting gemacht wurden. Zwar wurde meines Erachtens der Härtegrad zu Gunsten der Melodien etwas nach unten gefahren, der Qualität der Scheibe tut dies aber keinen Abbruch. Auch hinsichtlich des Sounds wurde gute Arbeit geleistet und "Lügenkabinett" drückt schön transparent und trotzdem mächtig und bietet ein sehr differenziertes Klangbild. Gerade die Drums klingen sehr natürlich und nicht überproduziert Fasst man diese Eindrücke zusammen, so kann "Lügenkabinett" nur als ganz großer Wurf für Akrea betrachtet werden. Das Album wirkt insgesamt noch stimmiger als der Vorgänger und vor allem die packenden Leads wissen zu überzeugen. Doch auch in Sachen Variabilität bleiben dank dezent eingestreutem Piano und stellenweise verdammt groovigen Parts, gerade seitens der Rhythmusfraktion, keine Wünsche offen. Anhänger oben genannter Bands, über ältere In Flames bis hin zu Cradle of Filth, sollten Akrea unbedingt mal eine Chance geben. Anspieltipps hierfür sind "Auf Los geht's los" und "Bühne frei". 8 von 10 PUnkten




















